24 bisher unterbewertete Gründe, warum das Single-Dasein gut ist

Ich hab so gelacht… Über Facebook habe ich auf meiner Lieblings-Sucht-Seite BuzzFeed.com einen Artikel gefunden, wo die Redakteure 24 bisher unterbewertete Gründe aufgelistet haben, warum das Single-Dasein gut ist.

Kostprobe?

  • Man kann essen, was man will
  • Man kann rumlaufen, wie man will
  • Party machen
  • braucht keine Angst haben, in dämliche Diskussionen zu geraten

Die ganze Liste: The 24 Most Underrated Parts Of Being Single

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American Dortmund-Sieg at Champions League

Route 66 Diner

Route 66 Diner

Mein Freund Micha kommt wie ich von der Küste. Obwohl wir inzwischen beide in Berlin leben, haben wir uns lange nicht mehr gesehen. Also haben wir uns − relativ spontan, denn das klappt bei uns am besten − auf dem Kudamm verabredet. Ganz in der Nähe haben wir den Diner „Route 66“ entdeckt.

Michas klare Ansage war: „Fleeeisch!“

Kluge Entscheidung. Das Restaurant war genau nach unserem Geschmack. Klischeehaft amerikanisch, tolles Essen und wir haben uns genau vor einem großen Fernseher gesetzt. Was wir bis dahin noch nicht auf dem Schirm hatten: Hier wird später die Champions League übertragen: BVB Dortmund gegen Mala!

Kurze Zeit später wurde es da übelst voll. Wir hatten ja unsere Plätze und lecker zum Mampfen. Und wer hätte ahnen können, dass das Spiel sich in der Nachspielzeit noch so wendet?

Am Nebentisch saß ein Typ mit seiner Freundin. Nach der 90. Minute ging ER raus zum Rauchen (in dem Glauben, die Dortmunder fliegen mit 1:2 raus), während SIE weiterhin das Spiel verfolgte. Tja, durch die Scheibe konnte er dann die ganze Diners-Bar erst beim 2:2 und dann 3:2 jubeln sehen.

Ein schwarz-gelber Abend in einem rot-blau-weißen Ambiente. Wiederholungspflichtig!

Das erste Treffen danach

Die Trennung ist eigentlich nicht gar nicht so lange her. Was geblieben ist, sind viele offene Fragen. Doch seit dem sind ein paar Wochen vergangen. Und nun steht es an, das lang ersehnte Treffen.

Wie wird es sein? Wie wird man sich begrüßen? Was wird man fragen?

Und dann, dann sind die offenen Fragen gar nicht mehr so wichtig. Man redet übers Wetter, wie es einem so geht, was es Neues gibt. Das alltägliche Bla Bla zwischen zwei Menschen, die sich eigentlich gar nicht so gut kennen. Du ringst dich durch, die Fragen zu stellen, die dich vor einigen Wochen noch gequält haben. Doch die Antwort ist dir eigentlich schon egal, sobald die Frage ausgesprochen ist.

Du hörst trotzdem zu. Und während du hörst, was dort gesagt wird, in dem Café an der belebten Straße, wo nebenan ein kleines Kind spielt, ein Kellner die dreckigen Tassen vom Tisch räumt und die Leute auf der Straße vorbeigehen, merkst du nur eines:

Es ist gut, wie es jetzt ist.

Hipster-Alarm und Vorurteile

Hipster

Cubmundo / Flickr.com / CC-BY-SA-Lizenz

Am Wochenende war ich auf einer Party. Ich kannte nur die Gastgeberin, eine alte Freundin aus meiner Schulzeit, die jetzt beim Radio arbeitet. Ich lern ja gern neue Leute kennen – und dass die Party voll von Medienmenschen sein wird, war mir klar und auch nicht weiter schlimm. Bin ja selbst einer.

In der einen Ecke des Raumes standen ein paar Hipster – wie sie im Buche stehen. Berlin-typische Klamotten, alternative Frisur und riiiiesige Brillen. Ich hab nix gegen den Hipster-Style. Das sieht manchmal echt fesch aus, wenn es authentisch und gut durchdacht ist.

Aber die Brillen hätten direkt den 80er-Jahren entspringen könnten. Ehrlich Leute, das sieht doch nicht gut aus und es ist auch nicht cool. Trends verändern sich, früher waren solche Brillen schick (bzw. das einzige, was es zu kaufen gab). Aber heute? Größere Brillen können echt gut aussehen. Dann haben sie einen modernen Touch und passen in unsere Welt hinein – egal, ob Hipster oder nicht. Bitte verschont uns von den Ich-mach-bewusst-auf-oldschool-und-bin-noch-hipsterer-als-ihr-alle-Brillen.

Ich mag es, wenn Leute authentisch sind und nicht um des Hipstertums Willen aufgesetzt.

Nicht, dass mich da gleich eine Diskussion über Umweltkatastrophen, Tofu-Rezepten und Krötenwanderungen erwartet. Ich habe mich einfach mal dazugestellt und bin in ein Gespräch eingestiegen. Trotz meines 0815-Pullis, meiner All-day-Jeans und auch sonstiger Normalität wurde ich sofort gut aufgenommen.

Was soll ich sagen? Die „Hipster“ waren echt nett, wir haben uns super unterhalten.

Vorurteile fußen ja auf Erfahrungen und geben Orientierung im Leben. Dennoch sollten sie nie ein Grund sein, jemanden nicht anzusprechen. Ich bin nämlich auch ein ganz netter 🙂

Die Sache mit dem Handwerk

Michael Staudinger  / pixelio.de

Michael Staudinger / pixelio.de

Tja, da stehst du da. Früher hat sich Daddy drum gekümmert, wenn ein Bild an die Wand ein Schrank aufgebaut oder etwas repariert werden musste. In der eigenen Wohnung, muss man selbst ran. „Daddy” wohnt 250 Kilometer weit weg. Ich bin ja handwerklich nicht ein Volltrottel, aber es ist schon bequemer, wenn es jemand macht, der wirklich Ahnung davon hat.

Mist, das Wasser läuft nicht mehr richtig ab. Also schnell unter die Badewanne gekrochen, das macht man doch mit links. Ja, nee, weder mit rechts noch mit links konnte ich das Problem selbst beheben. Vermieter anrufen, auf Handwerker warten und – oh Gott, am wichtigsten – vorher aufräumen.

Alles halb so wild, dafür gibt es Handwerker. Aber Daddy fragen ist halt doch einfacher (und schneller) als Vermieter anrufen, aufräumen, nen Tag frei nehmen und auf den Handwerker warten.

Es ist aber auch nicht einfach

Keiner hat einen gefragt, ob man auf die Welt kommen möchte. Nun ist man da und muss das hinnehmen, was einen gegeben wird. Bisher hab ich mich auch ganz gut durchgeschlagen.

Ich komme von der Ostseeküste, bin jetzt in der Metropole Berlin gestrandet. Neue Freunde, neuer Job, neues Leben. Ich weiß gar nicht, wie das alles gehen soll mit dem allein wohnen.

Am besten, man schreibt sich das alles von der Seele. Ich kann nicht viel, aber wenigstens ein bisschen schreiben. Ob’s einfacher wird? Keine Ahnung. Aber mit Sicherheit witziger.

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